SONNTAGSPREDIGT

Hier können Sie die SONNTAGSPREDIGT aus der Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands zeitnah hören!
Sehen Sie die Predigten auf dem Youtube Kanal der Kathedralkirche
Neujahr, Neues Jahr – bürgerlich und kirchlich
Dienstag, den 30. Dezember 2025 um 10:52 Uhr
Troparion, Ton 2:
Der gesamten Schöpfung mitwirkend Helfender, der Du die Zeiten und die Jahre in Deiner Macht hältst, segne den Kranz des Jahres Deiner Güte, Herr, bewahre Dein Volk und Deine Stadt in Frieden, durch die Gebete der Gottesgebärerin, und errette uns.
Kontakion, Ton 2:
Der Du in den Höchsten lebst, Christus König, Schöpfer und Erbauer aller sichtbaren und unsichtbaren Wesen, der Du die Tage und die Nächte, die Zeiten und Jahre geschaffen hast, segne jetzt den Kranz des Jahres: bewahre und behüte in Frieden Deine Stadt und Dein Volk, Allbarmherziger.
Das Bittgebet und die Segnung zum Neujahrstag findet in unserer Kathedralkirche am 31.12.2025 um 19:00 Uhr statt. Der Gottesdienst dauert mit der Predigt von Erzbischof Mark knapp eine Stunde.
Da das Leben der Russen nach wie vor eng mit dem kirchlichen Kalender verbunden ist, sprechen sie vom "Neujahr" und dem "alten Neuen Jahr". die Bezeichnung mag absurd klingen ... Dieses "alte Neue Jahr" folgt auf Weihnachten, befindet sich außerhalb der weihnachtlichen Fastenzeit und ist stets ein Festtag in der Kirche: Beschneidung des Herrn und der Tag des heiligen Basilios des Großen. Hier geht es also zunächst um den 1. Januar nach gregorianischem Kalender (dem bürgerlichen Kalender) und dem 13 Tage später folgenden 1. Januar des julianischen Kalenders: 14. Januar im Gregorianischen.
Aber das kirchliche Jahr, das Heilige Jahr beginnt ohnehin mit dem 1. September, sprich: dem ersten Tag des siebten Monats – denn "septem" kommt von "sieben", so wie "octo" = "acht" sich im Namen Oktober, entsprechend die "neun" im Namen November wiederfindet ... und wollten wir Dezember als mit der zwölf verbunden interpretieren, dann würden wir ja sogar das Dezimalsystem aushebeln! Wer wollte sich das heute erlauben? Und doch hält man heute den Dezember für den zwölften Monat und schreibt die 12, ohne rot zu werden.
Nun stimmt in Bayern die Welt noch an einigen Stellen, so beginnt das Schuljahr in Bayern ziemlich regelmäßig zum 14. September, was nach russisch-orthodoxem Kalender eben der 1. September ist: Beginn des heiligen Jahres. Warum diese 13 Tage? Geht die Uhr nach? Der gregorianische Kalender ist nicht etwa wie die moderne Sommerzeit nur eine Stunde vorgestellt, sondern – gegenüber dem Julianischen – ganze 13 Tage (ursprünglich waren es nur zehn, aber in vier Jahrhunderten sind drei Tage dazu gekommen, die man entsprechend abziehen muss, um zum kirchlichen Datum zu gelangen). So feiern die Russen das Weihnachtsfest keineswegs am 6. und 7. Januar, wie es manche meinen, sondern nach kirchlichem Kalender ist dann gerade der 24. und 25. Dezember. Hat man es genau verstanden, dann steht die Frage im Raum, weshalb in Deutschland generell Weihnachten am 11. und 12. Dezember gefeiert wird ... Schwierig? Aber nicht unlogisch. Und zwar nicht nur im Hinblick auf das Fest der Geburt Christi, sondern auch im Hinblick auf das Fest der Geburt der Gottesmutter Maria.
Weihnachtszeit in unserer Kathedralkirche
Mittwoch, den 31. Dezember 2025 um 13:00 Uhr
In den Weihnachtsfeiertagen werden die Gottesdienste zu den gewohnten Zeiten abgehalten.
Sonntag der Hll. Väter 3. Januar/21. Dezember, Sa. 17:00 Uhr: Nachtwache (Vigil) 4. Januar/22. Dezember, So. 7:00 und 10:15 Uhr: Göttliche Liturgie d. Hl. Johannes Chrysostomos
Vorabend von Christi Geburt, Heiligabend 5. Januar/23. Dezember, Mo. 17:00 Uhr: Abendgottesdienst, kleines Apodypnon, Morgengottesdienst Beichten ab 16:30 Uhr und auch während des Gottesdienstes 6. Januar/24. Dezember, Di. 8:00 Uhr: Königliche Stunden, Typika 6. Januar/24. Dezember, Di. 10:00 Uhr: Großes Abendamt mit Göttlicher Liturgie des Hl. Basilios des Großen
Geburt unseres Herrn und Retters Jesus Christus - Weihnachten 6. Januar/24. Dezember, Di. 17:00 Uhr: Gr. Apodypnon und Morgengottesdienst 7. Januar/25. Dezember, Mi. 9:00 Uhr: Göttliche Liturgie d. Hl. Johannes Chrysostomos
Zweiter Weihnachtstag - Synaxis der Allerheiligsten Gottesgebärerin 7. Januar/25. Dezember, Mi. 18:00 Uhr: Nachtwache (Vigil) 8. Januar/26. Dezember, Do. 9:00 Uhr: Göttliche Liturgie d. Hl. Johannes Chrysostomos
Kein nächtlicher Gottesdienst in unserer Kathedralkirche zu Weihnachten (nach neuem Kalender 6. Januar abends). Nur Ostern wird bei uns in der Nacht gefeiert. In den Weihnachtsfeiertagen werden dagegen die Gottesdienste zu den gewohnten Zeiten abgehalten: von 17:00 bis 20:00 Uhr bzw. von 18:00 bis 20:30 Uhr (s. Gottesdienstplan). Gegen 21:00 Uhr wird die Kathedralkirche geschlossen.
Im Kloster des Hl. Hiob von Pocaev (Hofbauernstr. 26, 81247 München) wird die Göttliche Liturgie an Weihnachten am frühen Morgen gefeiert und nicht in der Nacht. Der Gottesdienstplan schaut dementsprechend so aus: 6. Januar, 17:00 Uhr - Gr. Apodypnon, Morgengottesdienst 7. Januar, 6:40 Uhr - Stunden, 7:00 Uhr - Göttliche Liturgie
Was bedeutet das Fasten?
Dienstag, den 01. November 2022 um 00:00 Uhr
 «Es ist besser im asketischen Kampf zu sterben, als in der Sünde zu leben …» – Hl. Isaak der Syrer
Eine rechte Vorstellung vom Fasten zu haben ist wichtiger als manche meinen. Insgesamt gibt es ungefähr 200 Fastentage im Jahr. Das ist mehr als die Hälfte des Jahres und somit fasten wir mehr als die Hälfte unseres Lebens von der Taufe an. Wenn das Fasten zu einem unabdingbaren Teil unseres Lebens geworden ist, zusammen mit all dem, was die Orthodoxe Kirche sorgsam hütet und über Jahrhunderte weitergibt, dann verändert sich unser Leben gewissermaßen von selbst. Der Mensch beginnt in einem ständigen Wunder Gottes zu leben, aber auch in einem stetigen asketischen Tun (Podvig = Tat, Kampf, Auseinandersetzung).
Es ist in der Tat eine Anstrengung, eine Auseinandersetzung und ein Kampf, in der Wahrheit, in der Treue zu leben. Man kann hingegen die Augen verschließen, die Wahrheit und die Treue missachten und schließlich - gegen den Willen Gottes - einfach so dahinleben. Das bedeutet, "in der Sünde zu leben" – den Fall und letztlich das Darniederliegen. Das wahre Leben aber, sprich: die Tugend, ist vor Gott echt, wenn es als ein reines Opfer der Liebe gelebt wird. Das bedeutet, sich anzustrengen, auf den Eigenwillen zu verzichten um des Lebens in der ewigen Gemeinschaft mit Gott willen, die ja bereits jetzt beginnt, in diesem Leben.
Der Herr hat gesagt: "Tretet ein durch die enge Pforte. Denn weit und breit ist der Weg, der ins verderben führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen. Doch eng ist die Pforte und schmal der Weg, der ins Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“ (Mt 7:13-14)
Beginn des Weihnachtsfasten 28. Novemer 2024
Das Fasten ist ein wahrlich geistliches Werk. Wenn man die heiligen Väter liest, dann wird das verständlicher – nicht nur für den Verstand, sondern vielmehr für die Seele – was während der Fastenzeit, bzw. während des Fastens, eigentlich geschieht. Die Werke der Heiligen Väter, die sich mit dem Fasten beschäftigen, bestätigen lediglich, dass in der Kirche zu allen Zeiten und bis heute alles durch den Heiligen Geist gewirkt wird. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die das Wort Gottes hörten, es wahrhaft erhörten, den Segen Gottes folgten und so geheiligt wurden. Zu allen Zeiten war der Weg zur Freiheit von der Sünde und hin zur Heiligkeit eng mit dem Fasten und dem Gebet verbunden. In unserer Zeit ruft uns derselbe Geist, der Geist der Heiligung – der Heilige Geist, das Fasten auf uns zu nehmen. Und Er ist es, der diejenigen heiligen will, die Ihn suchen und an Ihn glauben.
Die Fastenzeiten und -regeln
Как правильно молиться
Donnerstag, den 15. Mai 2025 um 00:00 Uhr
Внимание свое меньше всего останавливайте на внешних подвигах. Хоть они необходимы, но они суть подмостки. Здание строится посреди их, но они – не здание. Здание – в сердце. На сердечные делания и обратите все внимание свое.
Недовольно для спасенія нашего молиться, если при томъ не будемъ молиться по тѣмъ законамъ, которые положилъ для сего Христосъ.
Всегда нужно помнить, что должно не просто только молиться, но молиться такъ, чтобы быть услышану. Ибо одна молитва недостаточна для полученія желаемаго, если мы не будемъ возсылать ее такъ, какъ угодно Богу.
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