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| Predigt |



Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in Münchender Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland |
Erzpriester Nikolai Artemoff zum „Fest der Orthodoxie“ (aus: BOTE der Deutschen Diözese, Nr. 1, 1990, S. 1-8):
Diesem Ritus liegt ein Ereignis des 9. Jhs. zugrunde: im Jahre 842 feierte die Kirche den endgültigen Sieg über die Häresie der Bilderstürmer, die bereits im Jahre 787 im 7. Ökumenischen Konzil verurteilt worden war. Aber der Sieg der Orthodoxie begriff nicht nur dieses Konzil, sondern alle vorangegangenen Konzile mit ein und hatte so die Bedeutung des abschließenden Triumphes über alle Häresien.
Zu Beginn des Ritus werden zahlreiche Ikonen in der Mitte der Kirche aufgestellt, am Ende küßt das Volk alle diese Ikonen, um damit die Ikonenverehrung als organischen Teil der Orthodoxie zu bekunden.
Der Ritus beginnt mit dem Psalm 74 (75), in dem es heißt "Gott ist der Richter" und die Menschen aufgerufen werden, sich nicht in stolzem Übermut des eigenen Verstandes zu rühmen. Danach bittet die Kirche den Herrn, daß Er sie unbeschadet und unüberwunden von Häresien und Aberglauben bewahre, das Zerreißen der Kirche mildere, das durch Unbeständigkeit hinsichtlich der Wahrheit Christi hervorgerufen wird, die Abgefallenen zur Erkenntnis der Wahrheit hinwende und Seiner auserwählten Herde zuzähle, die Gedanken derer, die vom Unglauben verfinstert sind, mit dem Licht Seiner Gotteserkenntnis erleuchte, die Treuen aber in unerschütterlicher Rechtgläubigkeit festige.
Der Apostel ruft uns auf: "hütet euch vor denen, die Zwiespalt und Ärgernis anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch von ihnen ab", von denen, die "durch süße Worte und schöne Reden die Herzen der Arglosen verführen" - "ich will, daß ihr weise seid zum Guten, aber einfältig zum Bösen. Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten" (ges. Lesung: Röm 16, 17-20).